LB302

LB302

Das LB302-Testsystem ist die mittlere Variante der 300er-Serie. Es ist in der Entwicklungsabteilung ebenso einzusetzen wie in der Fertigung. Zum Anschluss des Prüflings wird ein Kontaktierungssystem mit einer hohen Anzahl an Steckzyklen und einem gleichbleibenden Übergangswiderstand verwendet. Im Zuge der Standardisierung wurde das Pinning festgelegt und ist bei jedem Testsystem gleich. Hierdurch ergibt sich die Möglichkeit, einen Selbsttest des Systems mit einem speziellen Adapter durchzuführen. Außerdem ist es den Adapterherstellern möglich, die Prüflingsadapter ohne Kenntnisse des Testsystems zu fertigen.

Der Tastatureinschub aus harteloxiertem Aluminium mit integriertem USB-Hub und einer Cherry Tastatur mit Trackball ist unter dem VPC G12 eingebaut. Um die Messtechnik kompakt und erweiterbar zu halten, wurde als Standard ein PXI-Chassis der Firma National Instruments verwendet. Die Mindestbestückung beinhaltet ein Digitales Multimeter (DMM) und einen Multiplexer. Der Multiplexer ist direkt mit dem Kontaktierungssystem verbunden. Die Zuweisung der einzelnen Messkanäle erfolgt durch die Verdrahtung im Adapter. Das DMM ist mit dem Multiplexer und dem LB302 verbunden.

Zur Ansteuerung der elektronischen Lasten und der Netzteile stellt der Controller des PXI-Systems eine GPIB-Schnittstelle bereit. Die Testsoftware läuft auf dem Controller welcher über den USB-Bus mit dem LB302-Einschub kommuniziert.

Das Herzstück des Testsystems ist die Lastbeschaltung (LB302). Durch die bedarfsorientierte und strukturierte Minimierung der verschiedenen Bussysteme konnte ein Großteil der Kreuzverbindungen eingespart werden. Die Power3 schaltet das Netzteil zur Stromversorgung direkt auf den Prüfling sowie auf den 40 A-Hochstrombus (HC) und den 1 A-Kleinstrombus (LC). Sie stellt außerdem 2 Shuntblöcke für die Strommessung zur Verfügung. Die Auswertung erfolgt mit dem DMM im PXI-Chassis.

Die E-Lasten werden auch über diese Karte mit dem HC- und LC-Bus verbunden. Die weiteren Steckkarten, nach HC und LC aufgeteilt, können nun an diesen Bussen die Signale abgreifen und mit dem Prüfling verbinden bzw. eine direkte Verbindung mit einer Original- oder Ersatzlast im Lasteinschub LE302 herstellen. Die Beschaltung ist durch die minimierte Relaismatrix frei programmierbar. Hieraus ergibt sich der eigentliche Vorteil des Konzeptes: die Flexibilität. Für das Stimulieren des Prüflings steht zusätzlich ein Parallelbus zur Verfügung.

Technical Data

Power rating: 230 V, 16 A
Number of total I/Os: 175
Receiver: VPC G12
High current modules (HCM): 3 (0,1 A to 40 A)
Middle current modules (MCM): 2 (10 μA to 5 A)
Low current modules (LCM): 4 (10 μA to 0,5 A)

Number of possible I/Os

HCM: 48 I/Os
MCM: 32 I/Os
LCM: 64 I/Os
CAN/LIN: 6-18 channels
UBat+ and UBat- (each 6x)

Bus

d|bus

PXI-Components (opt.)

Chassis PXI-1044
Controller PXI-8105
Multiplexer PXI-2530 (2x)
Multimeter PXI-4070
Digital I/O card PXI-6528

Accessories

Monitor: 17“ TFT with a resolution of 1280 x 1024
CGS keyboard drawer (1U)

Dimensions L x W x H

1200 mm x 600 mm x 1950 mm (with VPC G12), 800 mm x 600 mm x 1950 mm (without VPC G12)

Das LB 300-System wurde für den Automotive-Komfortbereich (Body) entwickelt. Es ist als Entwicklungstester und eine Variante davon als Fertigungstester einsetzbar. Bei der Entwicklung wurde großen Wert darauf gelegt, das System flexibel und kostensparend zu gestalten. Es können alle Baugruppen des Komfortbereichs damit geprüft werden.

Bei der Umrüstung auf eine neue Baugruppe müssen lediglich der Lasteinschub (Original- und Ersatzlasten), der Adapter zur Baugruppe (Verbindungskabel oder Kassette) sowie die Testsoftware geändert werden. Alles andere an Hardware bleibt gleich.

Somit können ab dem 2. Prüfling bis zu 80 % der Gesamtkosten des Systems eingespart werden.